Herkules oder der Stall des Augias
eine Komödie von Friedrich Dürrenmatt
Ran an den Mist! Das Land Elis ist vermistet, verdreckt und verstunken. Doch wer soll all den Mist bitte wegräumen, der von Tag zu Tag mehr wird? Die Einheimischen wollen das nicht tun. Also muss ein Held her, der mal richtig aufräumt, sich traut, was andere sich nicht trauen. Und so reist Herkules mitsamt Geliebter und Sekretär an. Doch was kann ein Held in einer im Dunst des eigenen Mists eingeschlafenen Demokratie überhaupt erreichen? Und Herkules ist ein in die Jahre gekommener Halbgott, der die Nase voll hat von den Großaufträgen…
Herkules: Ich habe es satt, immer nur Nützliches zu tun und für die Menschheit zu sorgen! Das ewige Reden. Sümpfe austrocknen, Ungeheuer erlegen, hängt mir zum Halse heraus und diese vollgestopften zufriedenen Bürger, die von meiner Nützlichkeit profitieren, kann ich nicht mehr sehen!… Ich gehe wieder schlafen.“
In Dürrenmatts Demokratie-Persiflage scheitern Held und Politiker gleichermaßen am vermisteten Staat zum Leidwesen der nächsten Generation. Das Credo „wir müssen ausmisten“ bedeutet in der Demokratie Elis eine Gesamterneuerung des Staates. Die scheitert aus vielen Gründen, die wir alle selbst kennen: Bedenken, Bequemlichkeit, Bürokratie…. Eine Satire – komisch und sehr aktuell, mit Figuren aus der Antike und großartigem schweizer Humor eines großen Autors.
Premiere: Fr 20.3.26, 20.00 Uhr
Weitere Aufführungen:
Sa 21.3.26, 20.00 Uhr mit anschließendem Publikumsgespräch
So 22.3.26, 17.00 Uhr
Ort: TheaterPädagogikZentrum BW (TPZ BW), Heppstr. 99/1, 72770 Reutlingen, www.tpz-bw.de
Reservierungen: info@musenstall5.de
Kartenpreise: 15.- /12.- (ermäßigt)
Es spielen: Beatrice Bantlin, Dorothee Engbers, Kerstin Gotthardt, Guido Hellhammer, Sabine Herbrüggen, Cornelia Horvath, Franz Schmelz
Regie: Sabine Altenburger/Kostüm: Christian Glötzner/Musik + Technik: Roland Altenburger/Beratung Bühne: Christian Glötzner, Anja Winker/Grafik Plakat, Flyer: Amy Stoll



Verlag: Felix Bloch Erben
Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst durch den Landesverband Amateurtheater Baden Württemberg
















Die Sage erzählt von einem friedlichen Neben- und Miteinander einer Schlange und den Menschen des Ortes – Natur und Zivilisation im Einklang. Grund dafür: Die Schlange ist die verwunschene Tochter eines kriegerischen und rücksichtslosen Burgherrn. Sie wollte sich nicht an den reichsten Werber verheiraten lassen und wird verwandelt in eine Schlange – der starrsinnige Vater stürzt sich im gleichen Moment zu Tode. Die Burg ist seither verwaist und dem Zerfall preisgegeben, der Schatz der Familie in den Fundamenten verschollen. Seither wird die Schlange hochgeachtet und kann sich frei bewegen, ist Gast bei den Bauern im Ort und speziell bei den Kindern, die mit ihr das Abendessen teilen – bis zum Augenblick einer Kränkung. Danach war die Schlange nur noch alle hundert Jahre gesehen, in Erwartung auf die Erlösung.








