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Musenstall5

Erna Schmidt sagt Adieu

Auf ihrer Abschiedstournee machte Erna Schmidt im November nochmal Halt im Musenstall5.

Es lag ein wenig Wehmut in der Luft und viele waren extra gekommen, um die Sängerin und Multiinstrumentalistin mit unwiderstehlichem Charme und musikalischem Können noch ein letztes Mal zu sehen. Denn die Künstlerin sagt Tschüß zu ihrer Bühnenfigur und wird wohl fortan unter anderem Namen und mit anderen Liedern unterwegs sein.


Erna Schmidt am Bass
Meist am Piano, aber auch am Bass begleitet sich Erna Schmidt  selbst und sang mal traurig, mal lustig, mal böse – aber immer geistreich und überraschend. Mit überbordender Energie, sprühendem Witz und großer Virtuosität verzauberte sie mit ihren Chansons das Publikum. Seit 2013 machte sie fast jedes Jahr Station im Musenstall5 und heuer nun das letzte Mal. Das Publikum feierte Erna Schmidt und auch der Reutlinger Generalanzeiger stimmte in das Loblied mit ein.


GEA-Artikel



Hier  geht es zu ihren früheren Auftritten im Musenstall5:

https://musenstallfuenf.de/erna-schmidt-mai-2016/

https://musenstallfuenf.de/erna-schmidt-april-2014/

https://musenstallfuenf.de/erna-schmidt-februar-2013/

https://musenstallfuenf.de/offener-musenstall5-januar-2013/

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10. Musenfiz spielt sagenhafte 1.504,50 € ein

Im September spielten Soundstic und Albert Schnauzer in Stücken im Musenstall5 zu Gunsten von „Ärzte ohne Grenzen“. Auch dabei: Katrin Bauermess. Zwei Wochen später legten die Köche des Maultauschenkontest noch ihre Gagen in den Spendentopf!

Zum nunmehr 10. Mal fand das Musenfiz statt und hat damit vergangenen Jahren mittlerweile 9.944,04 Euro für die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Hilfsorganisation eingespielt.

Bisher bei jedem, wirklich jedem Benefizkonzert im Musenstall5 mit dabei: Gitarrist Steff Berthoud. Auch diesmal brachte er wieder seine Band Soundstic mit. Die Gruppe hat sich über die Jahren ständig weiterentwickelt und ist trotzdem ihrem ganz eigenen elektro-akustischen Sound treu geblieben. Mal auf Englisch, mal auf Portugiesisch, brachte Soundstic den Musenstall5 wieder zum Mitsingen! Aber auch leisere Töne waren zu hören.


In der Pause zwischen den zwei Band wurde es mit Katrin Bauermess interessant und anrührend. Die Reutlinger Kinderkrankenschwester war schon drei Mal für „Ärzte ohne Grenzen“ im Einsatz. Im letzten Jahr arbeitete sie auf einer Früh- und Neugeborenenstation in Bangladesch. Davor half Katrin Bauermees in Afghanistan und im Südsudan Menschen, meist Frauen und Kindern. Beim Musenfiz erzählte sie von ihren Einsätzen und zeigte, wofür das Spendengeld eingesetzt wird..


Beim 10. Musenfiz das erste Mal auf der Musenstall5-Bühne: Albert Schnauzer in Stücken.


Seit dem Videoclip zu “Dorothee” wird Albert Schnauzer immer wieder als der “deutsche Tom Waits” bezeichnet. Bei seinem Konzerte im Musenstall5 wurde jedoch schnell klar, dass dies nur eine Facette seines Schaffens ist. Schnauzer inszeniert seine punkig-poetischen Texte, begleitet von Gitarre, Bass und Schlagzeug (ALBERT SCHNAUZER IN STÜCKEN). Er singt von Vororten und Vorgärten, wo der Tod die Blumen gießt und der Flieder so üppig wie der Steuervorteil blüht. Die Musik dazu ist eine breitgefächerte Mischung aus Blues, Punk, Polka, Gospel und Folk, immer auf dem Boden der Musik der Südstaaten der USA. Und Albert Schnauzer in Stücken brachten das Publikum auch zum Lachen.


Die neuen Bilder an der Wand stammten von Bettina Böhme.

Die in der kühlen Oberlausitz lebende Künstlerin reist quer durch Deutschland, um nun im warmen Südwesten ihre Kunstwerke zu präsentieren. Der Umgang mit Stoffen ihrer unmittelbaren Umgebung, seien es Textilien, Holz oder Federn, lässt fühlbar das Ursprüngliche, das Kühle der Landschaft im Osten Sachsens – Bettina Böhmes Heimat wach werden. Als gelernte Textilzeichnerin, Handweberin und studierte Industriedesignerin hat die Künstlerin ihren ganz eigenen Zugang zur bildenden Kunst.


10. Musenfiz – Das Benefizkonzert spielt sagenhafte 885 € ein. Durch die nachträglich Spende der Köche vom Maultaschenkontest wurden es schließlich sagenhafte 1.504,50! Alle Beteiligten sagen Danke!


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Ein Haufen Liebe – Filmabend mit Regisseurin – April 2019

Die Filmemacherin Alina Cyranek war wirklich da! Um ihren preisgekrönten Dokumentarfilm „Ein Haufen Liebe“ persönlich im Musenstall5 vorstellen. Dieser Streifen ist etwas ganz Besonderes und hat auch irgendwie was mit dem Musenstall5 zu tun.

Die Filmemacherin Alina Cyranek hat zusammen mit der Theaterfrau Uschi Famers (Frauentheater Purpur am Landestheater Tübingen), die Idee zu einem biografisch angelegten Theaterstück und Film über die Liebe entwickelt. Während des Probenprozesses hat die Autorin Sabine Altenburger (Miss Musenstall5) für die Gruppe ein Stück aus deren Improvisationen und eigenen Erlebnissen geschrieben mit dem Titel „Ein Haufen Liebe“, das am LTT Premiere hatte. 

Als das alte Ehepaar Philemon und Baucis nach einem langen erfüllten Leben stirbt, stirbt es in tiefer Liebe zueinander. So die Sage, die Teil eines Theaterstückes ist. Anneliese Goth, Ulla Huhn, Ruth Sprondel und Esther Eisele, Frauen zwischen 71 und 90 Jahren, studieren es gemeinsam mit ihrer Theatergruppe Purpur am Landestheater Tübingen ein. Es geht um „Ein Haufen Liebe“. Doch was ist, wenn Liebes- und Lebensentwürfe unterschiedliche Wege genommen haben. Und am Ende eines langen Lebens gar nur die Hoffnung nach dieser Liebe bleibt?

Alina Cyranek hat mit den vier Frauen lange Gespräche geführt und diese in einen berührenden Film verwandelt. In einem Rückblick berichten die Frauen von einem ganzen Leben. Einem Leben aus verpassten Momenten, Seitensprüngen und einer unaufhörlichen Sehnsucht nach der großen Liebe.

Nach der Filmvorführung erzählte Regisseurin Alina Cyranek über die Dreharbeiten und Sabine Altenburger von der Entstehung des Theaterstückes „Ein Haufen Liebe“.



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Anna Ohlmann Trio – Musik und Vernissage im März 2019

Anna Ohlmann im März mit ihrem Trio und ihren Bildern in den Musenstall5.

Die aus dem saarländischen St. Wendel stammende Künstlerin eröffnete die Ausstellung ihrer Bilder mit Musik ihres eigenen Trios. Das Anna Ohlmann Trio besteht aus Anna Ohlmann am Klavier, der Kontrabassistin Kristina Fuhr und Michael Döller am Schlagzeug. Die Band spielte aktuelle Kompositionen der Pianistin. Die Einflüsse aus Jazz, Klassik und Postrock ergeben einen ganz eigenen Stil. Die Musik von Anna Ohlmann schafft dynamische Klangflächen. Vor den Zuhörenden breiten sich innere Traumlandschaften aus. Durch den improvisatorischen Freiraum, den Kompositionen und Zeichnungen bewusst provozieren, entstehen neue klangliche Wege, die das Trio mit Sensibilität und energiegeladener Spannung begeht.

Die visuelle und klangliche Sprache stehen bei ihr als Ausdrucksmedien nicht isoliert, sondern nehmen aufeinander Bezug, beeinflussen sich gegenseitig im Arbeitsprozess. Anna Ohlmann nimmt innere Themen und Motive aus der Zeichnung am Instrument auf und variiert Methoden aus der musikalischen Improvisation in ihren Zeichnungen.

 

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Bonjour Paris! Volker Ranisch – Februar 2019

Eine Begegnung mit der Moderne! Im Februar war Volker Ranisch mit einem literarisch musikalischen Kammerspiel im Musenstall5 zu erleben.

Diesmal brachte der Schauspieler, Sänger und Entertainer seine Version von „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ auf die Bühne. Mit seinem einzigen Roman hat Rainer Maria Rilke 1910 in Paris literarisches Neuland betreten. Und damit den ersten Roman der Moderne geschrieben.

Wer je die Chance hatte, Volker Ranisch live auf einer Bühne zu sehen, wird diesen Abend nicht vergessen. Der u.a. aus Filmen wie dem ARD-Tatort, Derrick und Der Alte bekannte Schauspieler gab hier im Musenstall5 auch schon den “Felix Krull”, “Auguste Bolte” und “Professor Unrat”. Nun wandte sich Volker Ranisch also Rainer Maria Rilke und dessen Roman in Form eines literarisch musikalischen Kammerspiels zu.

Inszeniert durch André Steger vom Ring Theater Zürich und ausgestattet von Judith Kolb. Rilkes Werk spielt in der Kulisse der Großstadt Paris, zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Zentrum der Moderne. Auf bis dato ungekannte Art und Weise lässt Rilke sein Alter Ego Malte dessen Erlebnisse, Tagträume, Gedankenspiele und persönliche Notizen zu sogenannten Ereignisflächen montieren. Ein Text, der auch über 100 Jahre nach seiner Entstehung nichts an Faszination verloren hat.

Hier gibt es einen klitzekleinen Ausschnitt:

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Chaplin und Lund – Januar 2019

Bei der ersten Veranstaltung im neuen Jahr begleitete Pianist Hans-Jörg Lund Chaplins Filmklassiker „Goldrausch“.


Seit 1924 verzaubert der Film „Goldrausch“ sein Publikum und hat auch 95 nach seiner Veröffentlichung seine Magie nicht verloren. Für Hans-Jörg Lund, studierter Musiker und leidenschaftlicher Cineast, gehört der Streifen zu seinen Favoriten. Mit großer Virtuosität und ganz viel Einfühlungsvermögen vertonte er am Piano Charlie Chaplins Geschichte des Goldsuchers, der in Alaska nicht nur (über Umwege) den materiellen Reichtum, sondern auch die Liebe findet.

Chaplin selbst hielt Goldrausch für den besten seiner Filme, grandios vertont mit den Improvisationen von Hans-Jörg Lund. Dies war ein Kinoabend der besonderen Art!


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